Naben/Radlager Wartung bei Prima, Optima...

Tutorial:


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Anleitung:

Hinweis: Dieser Text ist ein Ausschnitt der Tonspur des Videos und dient lediglich der besseren Auffindbarkeit von diesem Thema.

Zerlegung: In diesem Video zeige ich die Zerlegung, die Wartung und den Zusammenbau des Nabenkörpers von einem SACHS Moped. Das Vorzeigeobjekt ist in diesem Fall eine SACHS Optima 50 aus dem Baujahr 2003, allerdings ist diese Anleitung auch für viele andere Mofas und Mopeds von Hercules und SACHS anwendbar. Dazu gehören z.B. die M, Prima, P und Optima Baureihen. Alle Tätigkeiten zeige ich am Hinterrad, wobei die Durchführung am Voderrad ähnlich ist. Zunächst wird die Mutter vom Kettenspanner leicht angelöst und anschließend die Achsmutter vollständig gelöst. Somit kann der Kettenspanner abfgenommen werden. Da sich bei diesem Modell die Hinterradbremse auf der rechten Seite befindet, muss die Bremsstange vom Hinterrad getrennt werden. Bei Fahrzeugen mit einer Hinterradbremse auf der linken Seite muss lediglich der Seilzug gelöst werden. Hierbei empfehle ich die Demontage vom Auspuff, um sich genügend Arbeitsraum zu schaffen.
Nachdem die Sechskant und die Rändelmutter gelöst sind, kann die Bremsstage aus dem Bremshebel herausgedrückt werden. Der Kettenspanner wird auf dieser Seite, wie vorher schon für die linke Seite beschrieben, gelöst. Damit sind die Vorarbeiten für die Demontange des Hinterrades abgeschlossen und das Hinterrad kann aus der Hinterradschwingen nach unten hinausgedrückt werden. Zudem muss die Antriebskette abgedreht werden. Dabei sollte die Kette möglichst nicht den Boden berühren, um Verunreinigungen zu vermeiden. Durch Anheben des Hecks kann das Hinterrad schließlich aus dem Rahmen herausgenommen werden. Jetzt können wir die Komponenten des Nabenkörpers demontieren. Dazu kann die Achse auf einer Seite mit einem Gewindeschutz in einen Schraubstock eingespannt werden oder aber es wird auf der gegenüberliegenden Seite die Sechkantmutter mit einem Schraubenschlüssel fixiert. Somit kann die Sechkantmutter vor dem Bremsteller gelöst werden sowie die Distanzbuchse, der Bremsteller und die Distanzscheibe von der Achse gezogen werden. In diesem Fall können die Bremsbacken auf kritische Abnutzungsspuren überpürft werden und diese bei bedarf unbedingt ersetzt werden. Jetzt kann die letzte Muter auf der Seite des Bremstellers gelöst werden. In diesem Zustand wird der Konus von der Achse gedreht.....Für die weiteren Arbeiten wird das Hinterrad mit dem Kettenrad auf den Boden gelegt. Bei Rissen in den Konen oder falls die Abnutzungsspuren sehr unregelmäßig sind, sollten diese erneuert werden. Die auf dem Bild erkennbaren Abnutzungsspuren sind durch lediglich 2000 km Fahrstrecke entstanden. Ich persönliche halte den Verschleiß noch für fahrbar, da die Konen recht robust sind. Nach dem Anheben des Hinterrades werden die restlichen Lagerteile geprüft und bei Bedarf ersetzt. Jetzt werden die Kugeln aus den Lagerschalen herausgenommen. Die Kugeln sollten möglichst seitendifferenziert abgelegt werden. Die genaue Kugelanzahl und Kugelgröße kann der Ersatzteilelsiste des jeweiligen Fahrzeuges entnommen werden. Bei Abnutzungsspuren können die Kugeln kostengünstig ersetzt werden. Als nächstes müssen alle Lagerteile gründlichst vom alten Fett befereit und gereinigt werden.

Zusammenbau: Nach der Reinigung wird einfaches lithiumverseiftes Mehrzweckfett in die Lagerschalen gedrückt. In diesem Zustand können die Kugeln sehr schön haftend in die Lagerschale gelegt werden. Auch der Konus auf der Achse wird mit etwas Fett bestrichen. In den Zwischenraum von Achse und Lagerschale wird noch etwas Fett gedrückt. Durch Anheben des Rades, liegt der Konus direkt an den Kugeln. Durch etwas Drehen der Achse wird das Fett in der lagerschale relativ gleichmäßig verteilt. Anschließend wird noch etwas Fett nachgegeben und das übrig gebliebene Fett gründlich entfernt. Das Rad kann nun gewendet werden. Da auf dieser Seite das Fett möglich umfangreich in der Lagerschale verteilt werden sollte, benutze ich hierfür eine handelsübliche Spritze. Jegliches Fett in der Nähe der Bremse kann gefährlich sein und sollte deshalb aus diesem Bereich entfernt werden. Anschließend können die Kugeln dazu gegeben und nachgefettet werden. Nun wird der Konus auf die Achse gedreht und wiederum nachgefettet. Anschließend wird nochmals alles gründlich gereinigt. Schließlich wird die Muter wieder auf die Achse gedreht. Als nächstes muss das Konuslager eingestellt werden. Für diese Tätigkeit benötigt man eigentlich 3 Hände oder man muss sich sehr viel Mühe geben. Die Mutter muss in diesem Fall auf der anderen Seite festgehalten werden. Dann wird der Konus gefühlvoll an die Kugeln angelegt und um 1/6 zurückgedreht sowie mit einem passenden Konusschlüssel fixiert. Jetzt kann die daneben liegende Mutter fest angezogen werden. Nach der Einstellung wird der Freilauf überprüft. Das Lager sollte leichtgänging sein und nur minimales Spiel zeigen. Erfahrungsgemäß ist die Bestimmung dieses Mittelwertes recht zeitintensiv. Zur Sicherheit wird das letzte Mal das überschüssige Fett entfernt. Jetzt werden die Distanzscheibe, der Bremsteller, die Distanzbuchse und die Sechskantmutter auf die Achse montiert. Durch Kontern wird die Mutter fixiert. Wenn alles nach Wunsch verlaufen ist, sollte sich das Lagerspiel nicht geändert haben. Ansonsten müssen die vorherigen Schritte Rückkänging gemacht werden und eine erneute Lagereinstellung erfolgen. Das Hinterrad ist soweit fertig montiert und wird wieder durch Anheben des Hecks in den Rahmen eingefügt. Danach wird zunächst die kette wieder auf das Kettenrad gelegt. Die Aussparung im Bremssteller sollte stets mit dem Stift in der Hinterradschwinge übereinstimmen. dadurch muss mur das Heck etwas heruntergedrücktz werden, um das Hinterrad in die Hinterradschwinge zu bekommen. Schließlich können die Kettenspanner und Achsmuttern vormontiert werden. Auch die Bremsstange kann durch etwas Vorspannung der Druckfeder wieder in den Bremshebel eingeführt und die Muttern befestigt werden. Jetzt kommen wir zur Justierung des Hinterrades über die Kettenspanner. Dazu werden die Mutern der Kettenspanner auf beiden Seiten gleichmäßig angezogen. Über den entfernten Blick auf das Heck kann die Justierung grob überprüft werden. Der vergleich von den Distanzen auf den Kettenspannern ist aber meist Ausreichend für eine genaue Einstellung der Flucht. Nach der Justierung muss sich die Kette im Bereich des Schutzbleches ca. 3 cm nach oben drücken lassen. Bei Bedarf müssen die Kettenspanner korrigiert werden. Das Hinterrad kann nun durch einen Drehmomentschlüssel mit 72 Nm endgültig fixiert werden. Als letzter Schritt muss nur noch die Bremse eingestellt werden. Wichtig ist dabei, dass die Bremswirkung erst nach einer ausreichenden Strecke beginnt, und trotzdem bei bedarf die volle Bremswirkung bereitsteht. Danach müssen nur noch die beiden Muttern festgedreht werden. Somit ist die Wartung des Hinterrades abgeschlossen und es können wieder einige Tausend km gefahren werden. Die Wartungsintervalle sind in den Betriebsanleitungen aufgeführt. Weitere Anleitungen befinden sich auf technik-ostfriese.com. Dazu einfach auf den Link in der Beschreibung klicken. Dort stehen auch viele Dokumente zu diesen Mofas und Mopeds zur Verfügung.


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